Tony Buzan (1942 in London geboren) studierte Psychologie, Anglistik, Mathematik und Allgemeine Naturwissenschaften. Während seines Studiums in British Colombia hatte er den verzweifelten Eindruck, je mehr er lernte und aufzeichnete, umso weniger konnte er sich merken und umso weniger erreichte er. Also recherchierte er in der Bibliothek nach Literatur über die effektivste Nutzung des Gehirns. Zu seiner Verwunderung wurde er an die medizinische Abteilung verwiesen. Als er antwortete, das er sein Gehirn nicht operieren, sondern benutzen wolle, hieß es, darüber gäbe es keine Bücher. Und Tony Buzan beschloss nun, selbst dieses Neuland zu betreten.
Er beschäftigte sich mit Psychologie, Semantik, Neurophysiologie, Neuroliinguistik, Informationsverarbeitung, Wahrnehmung, Gedächtnis und kreativem Denken. Gleichzeitig arbeitete er mit lernbehinderten Kindern, die, nachdem er sie mit den neuen Lerntechniken vertraut gemacht hatte, plötzlich nicht nur keine schulischen Versager mehr waren, sondern sich in gute bis beste Schüler verwandelten.
Das Ergebnis seiner Studien mündete 1971 schließlich in die Veröffentlichung seiner Forschungen über das Radiale Denken. Das Mind Mapping war geboren.
Heute arbeitet Tony Buzan (Spitzname "Mr. Brain") als Berater für Ministerien, multinationale Konzerne, Universitäten, internationale Olympiaathleten u.v.m. Er produziert Fernseh-, Video- und Hörfunkprogramme. Die Arbeit mit lernbehinderten Menschen führt er noch immer fort.
Es besteht aus 3 unterschiedlich alten Gehirnteilen, die miteinander verbunden sind:

Das Großhirn wiederum ist in zwei Gehirnhälften geteilt, die weitgehend unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Kreativität ensteht dann, wenn wir es verstehen, die beiden Gehirnhälften in Einklang zu bringen und zu verbinden.

Das Gehirn verfügt schätzungsweise über 1.000.000.000.000 Gehirnzellen. Jede einzelne hat einen Kern, von dem sich Dendriten, das sind baumartige Strukturen verzweigen.
Diese baumartige Struktur unserer Gehirnzellen kommt in der Natur vielfach vor und hat Tony Buzan 1971 zur Entwicklung des Radialen (strahlenden) Denkens geführt, auf dem sich die Mind-Map-Technik gründet.
Welchen Stil benutzen Sie normalerweise? Jeder hat (mindestens) einen großen Nachteil:
- Der Satzstil: Aufzeichnungen in ganzen Sätzen lassen Schlüsselwörter untergehen.
- Der Listenstil: Er erschwert das Erinnern, denn alle Punkte auf der Liste sehen gleich aus.
- Der Hierarchiestil: Die festgelegte Struktur gegliederter Notizen verhindert neue Assoziationen.
Herkömmliche Notizen sind m – o – n – o – t – o – n und sprechen nur die linke Gehirnhälfte an. Kreativität entsteht aber dann, wenn wir unsere beiden Gehirnhälften, die weitgehend unterschiedliche Aufgaben erfüllen, in Einklang bringen und miteinander verbinden. Diesen Vorgang unterstützt die Mind-Map-Technik.

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