Wir werden in einem vorausbestimmten Augenblick geboren,
an einem vorausbestimmten Platz und haben, wie der Jahrgang eines Weines, die Qualität des Jahres und der Jahreszeit, in der wir zur Welt kamen. Nicht mehr und nicht weniger behauptet die Astrologie.
C. G. Jung
Im Unterschied zur klassischen, deterministischen Astrologie, die den Menschen mit seinem Schicksalsweg als vorherbestimmt ansieht, hat die Psychologische Astrologie einen humanistischen Ansatz, bei dem die freie Selbstverwirklichung des Menschen im Mittelpunkt steht. Demnach bestimmen die Sterne nicht unser Leben. Sie liefern uns jedoch ein genaues Abbild der in uns wirkenden Energien - und bei uns liegt die Wahl, wie wir diese Energien zum Ausdruck bringen.
Wir können uns allerdings nicht für ein anderes Horoskop entscheiden. Beispiel: Wenn wir als Murmeltier auf die Welt gekommen sind, ist es sinnlos, eine Schwalbe sein oder werden zu wollen. Aber wir können uns dafür entscheiden, ein besonders gutes Murmeltier zu werden und all unsere besonderen Murmeltiereigenschaften zum Ausdruck zu bringen.
Das bedeutet: wir können wählen, die uns innewohnenden Energien passiv zu erleiden, z.B. durch Krankheit oder indem wir sie nach außen projizieren. Dann ist immer der andere, der Partner, die Mutter, das Schicksal, das Wetter schuld an unserer Misere. Dann leiden wir unter diesen Energien. Oder aber wir können sie aktiv gestalten und ihnen Raum in unserem Leben schenken. Dann übernehmen wir Verantwortung für unser Leben.

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